Umwelt

Energie-Check
( Heizöl-Preis)       

Der Energiepass kommt
_______________________________________


Im laufenden Jahr soll die Europäische Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden in nationales Recht umgesetzt werden.

Primäres politisches Ziel ist die Verminderung des Kohlendioxidausstoßes - aber der Energiepass wird auch den Energieverbrauch von Gebäuden vergleichbar machen.
Nach mehrjähriger Planungsphase sollen nun keine vollkommen neuen Prozeduren entwickelt, sondern das bestehende Verfahren der Energieeinsparverordnung so geändert werden, dass mit ihr in Zukunft nicht nur der Energiebedarfsausweis bei Neubaumaßnahmen, sondern auch die Bilanzierung von Bestandsgebäuden möglich wird.

Ziel des aktuellen Gesetzgebungsverfahrens ist es, einen bundeseinheitlichen Energiepass für Wohn- und Nichtwohngebäude einzuführen, der bei Errichtung, Kauf und Neuvermietung dem Käufer oder Mieter (vergleichbar dem Fahrzeugbrief für Kfz) vorgelegt werden soll.


Derzeit schwankt der Energieverbrauch im Bestand zwischen 340 kWh/m2 und 15 kWh/m2 pro Jahr.
Ein hochwertiger Neubau liegt z.Zt. bei rund 70 kWh/m2. Diese Spanne macht sichtbar welches Potential insbesondere in der Altbausanierung liegt und welche Energie- und Kosteneinsparungen möglich sind.

Der Druck, "Energieschleudern" zu sanieren, dürfte steigen, denn bisher war in Mietverhältnissen, bei denen Zentralheizungskosten auf die Mieter umgelegt wurden, nicht ersichtlich, welcher Anteil auf eigenes Nutzerverhalten und welcher auf die schlechte energetische Qualität des Gebäudes zurückzuführen ist.

Der Energiepass soll hier Klarheit schaffen. Dazu wird der Energiepass den Jahres-Energieverbrauch in kWh/m2 anzeigen und so Gebäude miteinander vergleichbar machen. Analog zum Treibstoffverbrauch pro 100 km bei Fahrzeugen, kann der Energiepass so auch als Marketinginstrument für qualitativ hochwertige Gebäude und als Anreiz zur gezielten Sanierung dienen.


Lesen Sie hierzu weiter Umwelt / Energiepass